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Das erste Mal von Lady Jane /  10 09 2006 - 23:01

Zu viele Hände. Zu viele Füße. Die Beine wie aus Holz. Die Arme haben ihr eigenes Leben. Falscher Rhythmus. Schon wieder. Und jetzt? Umdrehen? Zurück? Nach unten durchtauchen?
Die Führung abgeben. Sich leiten lassen. In einen Atem finden. Der Impuls geht in meinen Körper. Einen Schritt weiter und ich schwebe zurück. Treibe den Körper dicht bei mir wieder etwas weiter. Nun liege ich nur noch sanft und weich in seinen Armen, schnurre leise. Bis zum letzten Ton.
Unglaublich, der Liebste kann tanzen. Warum hat er mir das nie verraten?

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Seltsames aus Testosteronland von Lady Jane /  1 09 2006 - 16:04

Ich sitze geschäftshalber mit zwei verwegenen Cowboys zusammen. Halbslowene der eine, Serbe der andere. Irgendwann kommt das Gespräch auf mein Privatleben. – “He sag mal, bist du noch mit dem Typen von damals zusammen?”
Touché. Habe am Abend vorher Fotodateien sortiert und zweimal die Worte gottverd… verlogenes Naundsoweiternixnetteseben benutzt. – “Frag lieber nicht. Der Typ ist eine ganze Weile Doppeldecker geflogen. Der kommt in meinem Leben nicht mehr vor.”
Der letzte Satz fand nicht so das rechte Gehör. Vor allem bei dem Cowboy, der mich zu Gesprächsbeginn erst kennengelernt hatte. – “He, der Typ hat disch beleidigt. Du bis eine Frau, muss sagen, wenn du Hilfe brauchs.” – “Nee du, danke, ich bin auch wieder mit jemandem zusammen und glücklich…” – “He, das geht nich. Der darf dich nich beleidigen. Das is deine Ehre.”
Dann fielen noch so temperamentvolle Worte wie: Wowohntderischfickdenundbreschihmbeidebeine.
Cowboy Nr.1 und ich hatten rechte Mühe, dem serbischen Jungspund beizubringen, daß dies doch nicht so das rechte Verhalten gegenüber einem ansonsten ganz manierlichen älteren Herren ist, den er dazu doch gar nicht kennt.
Naja, ich buche es mal unter unzeitgemäßer Ritterlichkeit. In den Zeiten serieller Monogamie und partieller Polygamie kann es um Ehre und körperliche Rache wohl kaum noch gehen. Sonst würde die Mitte Crowd knietief im Blut waten.

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Wenn von Lady Jane /  14 08 2006 - 10:30

der Liebste schläft, schläft er wie ein Kind. Still und tief, nur manchmal schüttelt ihn ein Traum. Wenn er aus dem Schlaf auftaucht, dann hält er mich fest. Ich liege dicht bei ihm, in seiner Wärme, getragen von seinem Atem. Sein Körper ist für mich Schutzwall und Versteck.

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Eine dieser von Lady Jane /  1 08 2006 - 18:30

milden Sommernächte, für die das Podest in meinem Loft eigentlich vor dem Fenster steht.
Ein Test, ob Vina Lucia auch auf Kühlschranktemperatur schmeckt (naja!).
Immer wieder zur Entspannung flach auf den Rücken legen, bis sich der Atem beruhigt hat. Der Liebste bloß und so nah neben mir, daß ich seine Wärme spüre.
Diese Augenblicke sind kostbar, laß sie uns hinüberretten in den langen dunklen Winter, der unweigerlich kommen wird.

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