Randbemerkung Lady Jane / 27 07 2006 - 15:14
Mit den Aufräumarbeiten ist verbunden, daß ich immer wieder durch die Artikel gehe. Es ist so viel anders geworden, daß auch das Layout nach Veränderung schreit.
Frauen ändern schließlich für einen neuen Lebensabschnitt auch die Frisur. (Blick in den Spiegel: Nicht immer, aber meistens.)
Mal sehen, ob die Zeit dafür reicht.
Und sonst? Es wird keine Hyperromantik-Bilder mehr geben. Das war der südwestliche Blick aus dem Wolkenkuckucksheim. Und das habe ich mit dem Kind aufgelöst, seit GI Jane und Elvira verschwunden sind.
Was das Kind jetzt macht? Sie wohnt auf 30 qm in Schöneberg und arbeitet beim Film.
Und noch eine gute Nachricht: Der Durchgangsverkehr findet mittlerweile viele Leser und wir werden in den blog-Portalen gelistet.
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ACHTUNG BAUARBEITEN! Lady Jane / 27 07 2006 - 13:16
Der Durchgangsverkehr bekommt ein update auf Textpattern 4.0.3. Wer TXP kennt, weiß, daß das etwas frickelig ist.
Die Seite ist zeitweise garnicht oder nur eingeschränkt erreichbar.
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Tabula Rasa Lady Jane / 26 07 2006 - 23:46
Ja, ich bin bereit. Und ich freue mich auf dich.
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Laß die Sterne oben, Baby! Lady Jane / 23 07 2006 - 21:12
Ich arbeite mich durch den Stapel Scott Fitzgerald. "Der große Gatsby" ist genial, brilliant, einmalig. Als ich das Buch mit 17 zum ersten Mal gelesen habe, hab ich nicht die Bohne kapiert. Ich fand es schwülstig und dumm, daß sich ein Mann für eine Frau so aufreibt. Es war weder eine richtige Liebesgeschichte, es blieb ja alles im Ansatz stecken, noch eine Gangstergeschichte – hab damals ja auch viel Hammett und Chandler gelesen.
Gefühl für etwas differenziertere Ironie und pastellfarbenen Sarkasmus hatte ich damals nicht die Bohne.
Jetzt "Die Schönen und die Verdammten". Komischer Roman, zerbricht wie ein kubistisches Gemälde. Teils Experimentierstrecke, teils Fitzgeralds Hochglanzprosa aus den Kurzgeschichten, teils ganz üble Durchsacker in Drittklassigkeit.
Die Texte sind mittlerweile 80 Jahre alt. Zu merken höchstens daran, daß nicht über Sex sondern über erotische Situationen geschrieben wird. Was nicht das Schlechteste ist, weil die Aufmerksamkeit tatsächlich bei den Figuren bleibt und nicht die Phantasie spazieren geschickt wird.
Ich würds so gern im Original lesen. Schon, um zu wissen, ob die Sprache tatsächlich so modern ist oder nur die Übersetzung.
Das ist mir bei Dos Passos so aufgefallen. Die Ausgabe von "Manhattan Transfer", die ich vor über 20 Jahren gelesen habe, war sprachlich moderner, als die, die jetzt auf meinem Nachttisch liegt. Die wimmelt von Slang-Begriffen und Dialekten, die keine Sau mehr kennt.
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Far niente! Lady Jane / 22 07 2006 - 22:59
Die letzten fünf Tage habe ich in vorwiegend in liegender Stellung (liegende Stellung, was für eine blöde Wort-Konstruktion!) auf dem Balkon verbracht.
Nichts tun ist eine Übung in Disziplin. Eingedenk der Tatsache, daß ich nach der letzten OP (wir erinnern uns: ein Organ verloren, Curare probiert) die Blödheit besaß, 2 Wochen später wieder 6 Stunden am Tag am Schreibtisch zu sitzen.
Unterdrückte Neigungen brechen sich Bahn. Es kommt zu Denkanfällen. Die Hirnperistaltik würgt die absurdesten Geschichten und Einfälle hervor. Kommunikationssucht befällt mich schüchternes, verstocktes Menschlein. Ich rufe freiwillig andere Menschen an, um mal ein Lebenszeichen von mir zu geben und freue mich wie irrsinnig über jeden Besuch.
Z.B. vom Filmbösewicht – diesmal als Cowboy verkleidet – nach zwei Martini Cocktails kniet er vor meiner Liege, küßt mir die großen Zehen und spendiert mir eine Fußreflexzonenmassage. Und die war den guten Bombay Saphire wert.
Oder vom Biertrinker. Er bringt ein Riesenglas Pflaumenmus mit und eine Orchidee (hat er sich das richtig überlegt, mir das Sorgerecht über diesem Blumentopf zu übertragen?) und fffumpt eine Flasche lauwarmes Flens, die er vor einer Minute in den Kühlschrank gestellt hatte, mit den Worten: "Mein Gott, hab ich einen Durst!". Und ich hatte noch die Vermessenheit, ihm Eiswasser anzubieten…
Und H-Man, der Liebste, besorgt mir das Balkonruhebett, holt mich aus der Klinik ab und hört sich meinen Redeflash in der besten Bürozeit an. * hach *
La Primavera, Verissima, versorgt mich in den ersten Tagen. Und packt mir vor der Heimfahrt noch 6 Liter Frischmilch in den Kühlschrank, Verfallsdatum heute.
Als meine Mutter das hört, bekomme ich gute Ratschläge: Brot dazugeben und Zucker drüber streuen oder Gurken hineinreiben. Sie kommt richtig ins Schwärmen. Mama! Mir drohen übermorgen mehr als 4 Liter sauerer Milch. Die kann ich doch nicht aufessen. Was passiert dann überhaupt mit mir? Ich stelle mir gerade vor, wie sich meine Darmflora so energetisiert, daß sie nachts ausbricht und eine Spur der Verwüstung durch XBerg zieht. Erst kurz vor Neukölln kann das fahlweisse, blubbernde Ektoplasma aufgehalten und vernichtet werden.
Ok. , daß ich derzeit zu absurden Gedanken neige, erwähnte ich bereits.
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*Was vorher geschah...*