Hamlet Happy Ending Elvira / 11 01 2006 - 11:28
King.
Set me the Stopes of wine vpon that Table:
If Hamlet giue the first, or second hit,
Or quit in answer of the third exchange,
Let all the Battlements their Ordinance fire, [3730]
The King shal drinke to Hamlets better breath,
And in the Cup an vnion shal he throw
Richer then that, which foure successiue Kings
In Denmarkes Crowne haue worne.
Giue me the Cups,
And let the Kettle to the Trumpets speake,
The Trumpet to the Cannoneer without,
The Cannons to the Heauens, the Heauen to Earth,
Now the King drinkes to Hamlet. Come, begin,
And you the Iudges beare a wary eye. [3740]
Ham.
Come on sir.
Laer.
Come on sir.
They play.
Ham.
One.
Laer.
No.
Ham.
Iudgement.
Osr.
A hit, a very palpable hit.
Laer.
Well: againe.
King.
Stay, giue me drinke.
Hamlet, this Pearle is thine,
Here’s to thy health. Giue him the cup, [3750]
Trumpets sound, and shot goes off.
Touché. Trompeten. Schüsse. CUT
Wir springen ins Paralleluniversum. Athmosphärenwechsel. Die Bild/Tonspur wie ein Videoclip von Chris Cunningham oder wie Heiner Müllers Monolog des Mannes im Fahrstuhl.
Hamlet hat den vergifteteten Kelch in der Hand. Zögert und gießt ihn aus, mit einem langen Blick auf seine Mutter. Dann wirft er ihn fort, in Richtung des Königs. Er öffnet das Visier. Das Rapier gesenkt, tritt er auf Laertes zu, der seine Waffe auf den Steinboden fallen läßt. Schrilles Klirren. Nachhall. Hamlets Schritte auf Laertes verzögern sich zu Slow Motion.
Laertes hebt die Hand. Eine Geste? Nein, er nimmt den Helm vom Kopf. Auch der Helm fällt, es klirrt ein zweites Mal.
Grossaufnahme Laertes. Der Bruder ist die Schwester, die Schwester ist der Bruder. Die ertränkte, längst zu Grabe getragene Ophelia in den Kleidern von Laertes. Abgetaucht, nun wieder aufgetaucht.
Laertes löst ihr Haar. Es wallt, rötlich-blond, ganz im Stil der Präraffaeliten. Hamlet lächelt.
Auch Hamlets Helm fällt zur Erde. springt, rollt, bleibt in der Pfütze ausgegossenen Weins liegen. Zoom auf die vergiftete Perle, die unheilvoll glänzt.
Großaufnahme Hamlet/Ophelia. Langer Filmkuß.
Dann gehen die beiden Hand in Hand aus der weit geöffneten Saaltür. Draußen eine unbekannte Winterlandschaft. Es schneit ein wenig.
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Dolce far niente Elvira / 7 01 2006 - 10:10
Ein Traum. Ein Hotel, besser ein monumental-maurisch-moderner Palast, braune und weiße Steine, sparsam Gold, mitunter Blau und Schwarz, Brunnen, Terrassen, eine Halle so groß wie ein Fußballfeld. Meerpanorama, eingeleitet von weitläufigen Pools mit Schachbrettfliesen. Der Blick nach hinten geht in die Parklandschaften der Golfplätze. Eine kleine Welt, die, eingefaßt von den Bettenburgen der türkischen Riviera, plötzlich ganz selbstverständlich osmanische Lebensart ermöglicht.
Und wir fast allein. Es ist wie der Kindheitstraum, einmal nachts im Kaufhaus eingeschlossen zu sein.
Das Personal geht mit suchendem Blick durch die Räume: wem kann man helfen? Wer braucht etwas? Es sind insgesamt vielleicht 20 Leute, denen sie ihre Fürsorge angedeihen lassen können.
Nichtstun, bevor das Arbeitsjahr wieder beginnt. Über einen Golfplatz spazieren und wissen, daß ich nicht spielen und somit auch nicht gewinnen will/muß.
Nach dem Frühstück wieder ins Bett gehen. Dort erwartet werden.
Oder ein himmlischer Nachmittagsschlaf. Dafür in der Nacht kein Ende finden, herumstreunen, noch einen Film ansehen. Massagetermie halten, das Frühstück am Buffet zusammenstellen, schwere Arbeit das.
Nun, morgen ist Schluß damit und übermorgen beginnt der Ernst des Lebens wieder.
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Herrgottnochmal! Elvira / 27 12 2005 - 21:01
Mist, gerade habe ich einen riesigen Artikel über das Geschlechterverhältnis in "Die Reifeprüfung" gelöscht. Bin einfach auf die falsche Taste gekommen. Aber auf welche nur?
Ich habe keinen Bock, die Sache mühsam wieder aus meinen Hirnwindungen hervorzuziehen. Dann bleibt sie eben drin. Und ich werde demnächst nicht vergessen, immer wieder zwischenzuspeichern.
Auch der Bericht über den heutigen Tag ist weg. Nochmal Mist. Dafür gibt es zwei Fotos. Ein Blick auf den Fjord, irgendwie ist der schwer zu erwischen, weil immer etwas dazwischen ist. Und eine Talsperre.


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Gewagte These Elvira / 25 12 2005 - 21:52
Mädchen wie ich brauchen ja immer eine kleine Sehnsucht. John Lennon ist leider schon eine Weile tot und mir war er sowieso zu hippiemäßig spinnert. Alain Delon ist ein selbstzufriedener fetter alter Sack geworden. Jeff Martin werde ich mit The Tea Party wohl kaum noch zu sehen bekommen, 6 oder 7 abgesagte Konzerte in Kanada, das sieht nach Auflösung aus.
James Blunt. Angenehm unprätentiös, ohne Geniekoller. Nett, aber weiß sehr genau, was er will. Und daß er es ohne große Show erreichen kann.
Aber jetzt mal kurz eine Randbemerkung. Ich höre Netzradio, weil das Internet hier so schnell ist, daß es einen Kondensstreifen macht. Und mein Tipp für alle, denen von "Last Christmas" von Wham! schon kotzübel ist: Weihnachtssoul auf Classic Soul Network .
Zurück zu James Blunt. Seine Musik ist jenseits von gestylten Boybandprodukten. So authentisch, daß sie peinlich werden könnte. Softies, die einen Seelenstriptease hinlegen, gibt es genug. Ich habe mich gewundert, wie er diese Gratwanderung erfolgreich hinbekommt. Und dann habe ich ein paar Hintergrundinformationen gelesen. Kommt aus einer Soldatenfamilie. Eine militärische Laufbahn war klar. Er hat mit 16 den Flugschein gemacht, ist nach der Schule sofort auf die Militärakademie gegangen. War in der Leibgarde der Königin und mit 23 jüngster englischer Führungsoffizier im Kosovo. Und mit Mitte 20 hat er sich dann gesagt, das reicht mit der Uniform, jetzt macht er nur noch Musik. Hammer. Mit 23 überlegen deutsche Wehrdienstverweigerer gerade mal, ob sie denn in Berlin oder Göttingen Psychologie studieren wollen.
Und jetzt kommt meine gewagte These: Vielleicht schadet das Militär Männern doch nicht so, wie immer behauptet wird. Oder mal eine deutliche Elvira-Ansage: Wer mich nachhaltig beeindrucken will, muß gedient haben und wissen, wie man eine Waffe anfaßt. Oh oh, das Geheul, das das auslösen wird. Als ich jünger war, war Pazifismus seelisch überlebenswichtig. Schließlich gehöre ich noch zur Generation Wehrunterricht in der DDR. Aber mittlerweile sehe ich, daß das Militär für Männer eine Reifeinstanz ist, die keine Zivitätigkeit ersetzen kann. (Und wenn Mann hinterher weiß, was er nicht will!) So wie Kinderkriegen für Frauen durch nichts kompensiert werden kann.
Vielleicht kommt jetzt meine frühkindliche Prägung durch, als Kind habe ich Militärparaden über alles geliebt. Und mein Großvater in Uniform, der kam gleich nach Gott. Also, Absolution, ich kann nichts dafür!
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Bei-Trag Elvira / 24 12 2005 - 19:23
Nur damit das Weihnachtsmenü nicht in Vergessenheit gerät:
Krabbensalat mit Avocado
Sushi
Mango Chicken
Käse
Süssigkeiten wohl eher nicht, davon gab es heute schon genug
Dazu Wodka. Jane konnte es sich doch nicht verkneifen, eine Flasche zu kaufen.
Jane hat vorhin gesungen. Ja, das klang ganz manierlich. Und nachher laufen wir noch einmal durch die Stadt, mal sehen, was passiert. Diesmal aber mit wärmeren Hosen.

Überhaupt vermisse ich mein halbes Dutzend pudelwarmer knielanger Unterhosen. Sollte ich die im Sommer alle weggegeben haben?
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*Was vorher geschah...*